Fragen und Antworten: Stammdatenprojekt

Worin liegen die Vorteile klassifizierter Stammdaten?

Die Klassifizierung ist erforderlich, um für jeden Ihrer Artikelstämme die passende Attributspezifikation (oder Sachmerkmalsleiste) auszuwählen.

Operativ: Konstrukteure und Einkäufer finden benötigte Artikel schneller und einfacher. Zeitintensives Suchen und prozesskostenintensive Artikelneuanlagen werden minimiert.

Strategisch: Klassifiziertes Beschaffungsvolumen steigert Transparenz und Aussagekraft von Controlling-Daten und ermöglicht so differenziertere Sourcing-Strategien.

Welches Klassifikationssystem passt am besten zu meinen Stammdaten?

Je nach Branche und Standardisierungsgrad der betroffenen Artikel ist die Wahl des passenden Klassifikationssystems eine Einzelfallentscheidung.

Branchenübergreifende Standards (u.a. eCl@ss und UNSPSC) eignen sich besonders gut für Standardkomponenten, weniger aber für unternehmensspezifische Produkte.

Andere Klassifikationssysteme sind spezialisiert auf bestimmte Branchen; z.B. ETIM (Elektro-Branche) und Uniclass (Bau-Branche). Auch Mischformen aus verschiedenen Klassifikationssystemen sind denkbar und kommen in der Praxis vor.

Lassen sich meine heutigen Klassifikations-Codes in die gewünschte Ziel-Taxonomie überführen?

Ja. Sowohl standardisierte Transformationen zwischen verschiedenen Versionen eines Klassifikationsstandards (z.B. von eCl@ss 7.0 auf eCl@ss 10.1) als auch Transformationen zwischen unterschiedlichen Klassifikationsstandards (z.B. von ETIM auf UNSPSC) sind möglich.

Wer entscheidet, was gut und was schlecht klassifiziert wurde?

Die Klassifikationsvorschläge werden immer durch ein positives (Vorschlag freigegeben) oder negatives (Vorschlag nicht freigegeben) Kundenfeedback bewertet.

Wie werden Dubletten identifiziert?

Wir unterscheiden zwischen Level 1 (L1) und Level 2 (L2) Dubletten.

L1-Dubletten werden über Hersteller und Herstellerartikelnummer identifiziert.
Kandidaten für eine L2-Dublette haben wir dann, wenn alle kritischen Attribute (Sachmerkmale) zweier Materialstämme die gleichen Werte besitzen.

Welche Merkmale für Sie "kritisch" sind, legen wir bei Projektstart fest. So kann z.B. die Oberfläche (Farbe, Behandlung) eines Produkts kritisch sein, wenn das Produkt von außen sichtbar ist, oder unkritisch, wenn es unsichtbar verbaut wird.

Was passiert mit den Datensätzen, die während des Projekts neu angelegt werden?

Die Datensätze werden in der Regel nach dem Projektabschluss mit der neuen Klassifikations- und Anreicherungslogik bearbeitet.

Wonach richten sich die Kosten?

Nach der Anzahl der zu harmonisierenden Stammdaten (SKUs) einerseits, nach der Verarbeitungsstufe andererseits.

Nach welchen Methoden wird klassifiziert?

Wir klassifizieren mithilfe von regelbasiertem Text Mining.

Der besonders hohe Automatisierungsgrad dieses Vorgehens bietet folgende Vorteile gegenüber einer manuellen Klassifikation: Reduzierter Zeit- und Kostenaufwand sowie geringere Fehleranfälligkeit.

Individuell ergänzt durch offizielle Herstellerangaben und Fach-Know-how unserer Branchenexperten, sind unsere Klassifikationsvorschläge eine verlässliche Grundlage, die wir gemeinsam mit Ihnen prüfen und verabschieden.